Ermittlungen in Sexaffäre mit Schülerin eingestellt

Ermittlungen in Sexaffäre mit Schülerin eingestellt


News NeuwiedDas Verfahren gegen einen Lehrer aus Neuwied wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Schülerinnen wurde eingestellt. Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner erklärte am vergangenen Dienstag, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz gegen den 37-Jährigen eingestellt wurde. Es konnten dem Pädagogen keine strafbare Handlungen nachgewiesen werden.
22 Mal soll der Lehrer Sex mit einer 14-jährigen Schülerin gehabt haben. Dies räumte der Beschuldigte vor Gericht auch ein. Dennoch sprachen die Richter vom Oberlandesgericht Koblenz den Lehrer im Januar vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs frei. Begründet wurde dies damit, dass er nicht der Klassen-, sondern der Vertretungslehrer der 14-Jährigen gewesen sei. Damit bestand kein Obhutsverhältnis und es liegt folglich auch keine Straftat vor.
Bundesweit hatte das Urteil heftige Kritik ausgelöst und auch die Staatsanwaltschaft gab sich nicht mit der Entscheidung zufrieden und ermittelte weiter. Diesmal richteten sich die Ermittlungen gegen den Mann, weil er sich auch der älteren Schwester der 14-Jährigen genähert haben soll. Jedoch wurde auch dieses Verfahren eingestellt, da die Staatsanwaltschaft auch hier kein Obhutsverhältnis und damit keine Straftat nachweisen konnte.
Ganz aus der Sacher heraus ist der Lehrer aber immer noch nicht. Die Schulaufsicht hatte in der letzten Woche Klage gegen ihn vor dem Verwaltungsgericht in Trier eingereicht. Eine Entlassung aus dem Schuldienst ist das Ziel des Verfahrens. Da der Lehrer verbeamtet ist, ist die Entlassung aus dem Schuldienst nur schwer zu erwirken.
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